Do., 25. Nov. | 19:30 I Deutsche Ev. Gemeinde

Vortrag von Hub Nissen: "Greif zur Feder, Kumpel!"

Von den ‚müden Dörfern‘, über die Aussteigerinsel Hiddensee zum Prenzlauerberg. Ein Portrait des Bestsellerautors Lutz Seiler
Vortrag von Hub Nissen: "Greif zur Feder, Kumpel!"

Zeit & Ort

25. Nov., 19:30
19:30 I Deutsche Ev. Gemeinde, Bleijenburg 3B, 2511 VC Den Haag, Niederlande

Über die Veranstaltung

Culmitzsch. Auf der Deutschlandkarte werden Sie das Dorf nicht finden, in dem Lutz Seiler

1963 geboren wurde. Es musste dem Uranabbau weichen. So wuchs er in Gera auf, arbeitete

als Zimmermann und Maurer.

Die Liebe zur Literatur erblüht während seiner Dienstpflicht in der Armee. Er liest Texte von

Peter Huchel und Georg Trakl. Dann beginnt er selbst zu schreiben. Nach dem Mauerfall

zieht es ihn nach Ostberlin. Dort schlägt er sich als Kellner durch und debütiert 1995 mit dem

Lyrik-Band berührt/geführt. Bereits sein zweiter Gedichtband pech & blende beeindruckt die

Kenner. Zunehmend hat er auch mit Prosa Erfolg. Den großen Durchbruch bringt ihm der

Deutsche Buchpreis für seinen Roman Kruso. Dessen Fernsehverfilmung wird 2019 mit der

Goldenen Kamera geehrt. Sein zweiter Roman Stern 111 wird ein Jahr später mit dem Preis

der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet.

Inzwischen wird Lutz Seiler als Bestsellerautor gefeiert. Grund genug, mal genauer

hinzuschauen, was einen der wichtigsten deutschen Autoren der Gegenwart antreibt, was

seine Literatur so besonders macht.

Freuen Sie sich mit mir auf einen inspirierenden und spannenden Abend mit Literatur von

und vielen Hintergrundinformationen über den bemerkenswerten Autor Lutz Seiler.

Hub Nijssen

Kurzbiografie:

Hub Nijssen, 1961 geboren in Schinnen, studierte 1980-1987 Germanistik und Skandinavistik

in Nijmegen, Münster und Jena. 1988-1990 Mitarbeiter des Max-Planck-Instituts für

Psycholinguistik in Nijmegen, danach als Literaturwissenschaftler tätig in Nijmegen und

Potsdam. Promovierte 1995 cum laude mit „Der heimliche König. Leben und Werk von Peter

Huchel“( 21998).  Anschließend Postdoc in Berlin und Leiden. Herausgeber von Huchels

Briefwechsel: Wie soll man da Gedichte schreiben (2000). 

Seit 2002 Internationalisierungsmitarbeiter der Radboud Universität Nijmegen. Vorstandsmitglied der

Johannes-Bobrowski-Gesellschaft und im Beirat des Peter-Huchel-Hauses Wilhelmshorst.

Herausgeber mehrerer limburgischer Anthologien (u.a. Mosaiek, 2001).  Übersetzungen

deutscher und österreichischer Poesie, u.a. Reiner Kunze, Sarah Kirsch, Rose Ausländer,

Johannes Bobrowski. Aufsätze zu Peter Huchel, Johannes Bobrowski, Christoph Meckel,

Günter Eich, Oskar Pastior, Paula Ludwig, Horst Lange, zu Übersetzungen aus dem

Chinesischen (Eich, Bethge und Klabund), zur Literatur des Dritten Reichs und der Inneren

Emigration.

Eintritt für Freunde frei.

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