Do., 11. Nov. | 19:30 I Literaturhaus Deutsche Bib...

Lesung von Matthias Jügler

“Die Verlassenen” Wir freuen uns, Matthias Jügler in unserer Bibliothek begrüßen zu dürfen. Moderation: Christine Schlingloff
Anmeldung abgeschlossen
Lesung von Matthias Jügler

Zeit & Ort

11. Nov., 19:30
19:30 I Literaturhaus Deutsche Bib..., Witte de Withstraat 31-33, 2518 CP Den Haag, Niederlande

Über die Veranstaltung

Er kommt aus Leipzig exklusiv zu uns, um mit uns über seinen hochgelobten Roman „Die Verlassenen“ zu sprechen. In dieser Geschichte über Verlust, Verrat und Vergebung lotet Jügler aus, welche Nachwirkungen die SED-Diktatur immer noch auf die Menschen in unserer unmittelbaren Gegenwart hat

„Das Vergangene ist nicht tot; es ist nicht einmal vergangen.“ Dieses Zitat von William Faulkner beschreibt wunderbar, worum es in diesem Buch geht. Die DDR ist mittlerweile seit über 31 Jahren Geschichte und alle seitdem Geborenen haben das geteilte Deutschland nicht mehr aus eigener Anschauung erlebt. Dennoch wird nach wie vor darüber diskutiert, ob es auch bei jungen Menschen eine spezifische Ost- bzw. Westidentität gibt und welche Rolle die Herkunft im Alltag spielt. Dass die Eltern- und Großeltern­generation ihre Geschichten, ihre Sozialisation, ihre Erfahrungen an spätere Generationen weitergeben und damit Bewusstsein prägen, bedarf keiner weiteren Erläuterung. Wie ungeahnt groß und dramatisch der Einfluss der Vergangenheit jedoch auf das persönliche Leben eines jungen Menschen sein kann, führt uns Matthias Jügler in seinem beeindruckenden Roman vor.

Johannes hat früh seine Mutter verloren. Als er 14 Jahre alt ist, verschwindet auch sein Vater aus seinem Leben. Der Junge bleibt bei seiner Großmutter zurück, die sich zwar liebevoll um ihn kümmert, aber keine wirklichen Antworten auf seine Fragen hat. Schwierige Teenager-Jahre folgen.

Er fängt sich, beendet die Schule, studiert, tritt eine Stelle als Buchhalter an. Dann findet er zufällig einen Brief, durch den sich sein Leben von Grund auf ändert.

Matthias Jügler, geboren 1984 in Halle/Saale, studierte u.a. Skandinavistik in Greifswald und Oslo sowie Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Matthias veröffentlicht Romane, arbeitet als freier Lektor und Journalist, ist aber auch Herausgeber von Anthologien. Seine Texte wurden mehrfach ausgezeichnet, so war er u.a. Stadtschreiber in Pfaffenhofen, erhielt ein Aufenthaltsstipendium am Literarischen Colloquium Berlin für seinen Debütroman Raubfischen (Blumenbar, 2015) und war 2016 Writer in Residence des Goethe-Instituts in Taschkent/Usbekistan. 

Er ist der Herausgeber der Anthologien Wie wir leben wollen. Texte für Solidarität und Freiheit (Suhrkamp, 2016) und WIR. GESTERN. HEUTE. HIER. (Piper, 2020). 2021 erschien der Roman Die Verlassenen. 2018 wurde Matthias mit einem Auszug daraus für den Literaturpreis Wartholz nominiert und erhielt für die Arbeit am Roman 2019 das Arbeitsstipendium der Kunststiftung Sachsen-Anhalt. Er lebt und arbeitet in Leipzig. 

Mehr Infos auf:   www.matthiasjuegler.de

Eintritt: Freunde 4,00 € / Gäste 8,00 €

Foto: Melina Mörsdorf

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