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Mi., 07. Juni

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Literaturhaus

Kino Klub Literaturhaus -“Es gilt das gesprochene Wort“

Deutschland 2019, 122 Min., Regie: Ilker Çatak | mit Anne Ratte-Polle, Oğulcan Arman Uslu, Godehard Giese, Jörg Schüttauf, Johanna Polley u.a. Deutsch mit deutschen Untertiteln Moderation: Sabine Wolff

Kino Klub Literaturhaus -“Es gilt das gesprochene Wort“

Zeit & Ort

07. Juni, 19:30

Literaturhaus , Witte de Withstraat 31-33, 2518 CP Den Haag, Niederlande

Über die Veranstaltung

Die großen Flugzeuge, die sie als Pilotin steuert, hat Marion ebenso im Griff wie ihre Privatleben; zumindest scheint es so, bis bei ihr Krebs diagnostiziert wird. Ohne ihren Lebensgefährten Raphael davon zu unterrichten, reist die ansonsten so rationale Frau an die türkische Küste, wo sie den deutlich jüngeren Gigolo Baran kennenlernt. Als der sie darum bittet, mit ihm eine Scheinehe einzugehen, die ihm ermöglichen soll, die deutsche Staatsangehörigkeit zu erlangen, willigt sie kurzerhand ein. „Es gilt das gesprochene Wort“, heißt es bei der wenig emotional vollzogenen Trauung, nicht einmal eine Unterschrift oder Trauzeugen sind nötig; und was als eine Art Handel beginnt, entwickelt sich im deutschen Alltag bald zu einer emotionsgeladenen Geschichte um Liebe, Identität und Integration, an der Schnittstelle zwischen zwei Kulturen. Mit komplex gezeichneten Figuren, für die ihm ein außerordentlich gut harmonisierendes Ensemble zur Verfügung stand, entwickelt Regisseur İlker Çatak ein Sozial- wie Liebesdrama, das nebenbei wichtige Fragen zu Migrationspolitik und Geschlechterrollen aufwirft.

In einer Kritik in den Dresdner Neuen Nachrichten heißt es, Anne Ratte-Polle verkörpere diese selbstbewusste Frau, die sich nicht gern in die Karten schauen lässt, mit einer geradezu strahlenden, persönlichen Integrität. Mit großer Sensibilität und ohne melodramatische Posen lote Çatak die Liebes- und Machtverhältnisse in der ungleichen Beziehung aus. Dabei unterminiere er immer wieder die von Stereotypen geprägten Erwartungen: „Das Klischee der toughen Karrierefrau wird hier ebenso dekonstruiert wie das des hilfsbedürftigen Migranten. Die beiden ringen darum, sich auf Augenhöhe zu begegnen. Dabei schaut man gerne und interessiert zu, weil der Film – anders als sein Titel suggeriert – davon weniger in ausgefeilten Dialogen als über Emotionen erzählt, die sich in Blicken, Körperhaltungen oder der Klangfarbe des Gesagten entfalten.

Moderation: Sabione Wolff

Trailer:

https://www.youtube.com/watch?v=qWYISkv8BOM

Eintritt: Freunde/Studierende  4,00 Euro / Gäste  8,00 Euro - (inkl. Getränke)

Sofern die Veranstaltung kostenpflichtig ist, bevorzugen wir eine Zahlung per QR Code über das Handy. Barzahlung ist alternativ natürlich weiterhin möglich.

Foto: Deutsche Bibliothek

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