Fr., 23. Apr. | Literaturhaus.Salon

Henk Letschert "Twee Eeuwen Duitse Europapolitiek"

Buchpräsentation und Autorengespräch Moderation: Winfried Jung und Gerrit Goorman Veranstaltungssprache: deutsch
Anmeldung abgeschlossen
Henk Letschert  "Twee Eeuwen Duitse Europapolitiek"

Zeit & Ort

23. Apr., 19:30
Literaturhaus.Salon

Über die Veranstaltung

Wenn es ein Land gibt, das in den letzten zwei Jahrhunderten tiefe Spuren in Europa hinterlassen hat, dann ist es Deutschland. In dieser Zeit hat das Land Chaos, Zerstörung und Unterdrückung über Europa gebracht, aber auch für Stabilität, Frieden und Wohlstand gesorgt. Es ist nicht schwer zu erkennen, dass die europäischen Mächte mit Frankreich an der Spitze nicht sicher waren, was diese Supermacht im geopolitischen Herzen des Kontinents vorhatte. Chronisches Misstrauen war an der Tagesordnung, das auch nach dem Zweiten Weltkrieg nicht verschwand. Zum Beispiel wurden Adenauers Westbindung und die Wiedervereinigung 1990 mit großem Argwohn betrachtet. Diese Unsicherheit ist nicht auf Deutschland selbst übergegangen. Die beiden Weltkriege mit ihren katastrophalen Folgen für Europa und die Welt ließen die Deutschen lange Zeit mit ihrer Vergangenheit kämpfen. Dieser Kampf manifestierte sich nicht nur in der Frage nach der eigenen Identität („was ist deutsch?“), sondern auch auf der Suche nach seinem Platz in Europa. 

Henk Letschert studierte an den Universitäten Amsterdam und Göttingen Politische Wissenschaften. Während seines Studiums befasste er sich vor allem mit europäischer Geschichte, Politik und Recht. Anschließend arbeitete er für verschiedene Organisationen, so u.a. für die Provinz Noord-Brabant in Brüssel. Neben seinen europäischen Aktivitäten war er auch politisch tätig. In den 1980er Jahren gehörte er dem Gemeinderat von Gouda an, später wirkte er als Abgeordneter im Landtagsparlament der Provinz Zuid-Holland. In den letzten Jahren unterhielt er eine Praxis für Mediation. Seit 2019 befindet er sich im Ruhestand. 

 Moderiert wird die Veranstaltung durch den Volkswirt Winfried Jung und dem Historiker Gerrit Goorman.

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